Transformation in der Gesundheitswirtschaft – kein Ende in Sicht

Transformation in der Gesundheitswirtschaft – kein Ende in Sicht

03/11/2019

Im Gesundheitswesen vollzieht sich eine digitale Transformation von enormem Ausmaß, die fast alle Aspekte der persönlichen Gesundheitsversorgung und der Dienstleistungen von Gesundheitsfachkräften berührt. Sie hat Auswirkungen auf die Art und Verfügbarkeit von Gesundheitsdienstleistungen, den Zugang zu Informationen, die Interaktion zwischen Patienten und Gesundheitsdiensten und die Art und Weise, wie verschiedene Dienstleister Informationen austauschen. 

Es handelt sich um eine Transformation, die weltweit zu beobachten ist. In Großbritannien sieht ein kürzlich bekannt gegebener Zehnjahresplan für das NHS Mittel für hausärztliche Betreuung und gemeindenahe Pflege vor, mit denen neben anderen Maßnahmen auch der digitale Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen finanziert werden soll. In den USA überstiegen im letzten Jahr die Ausgaben für Gesundheits-IT 7,1 Milliarden $. Die Innovationen sind weitreichend – die Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) in der Gesundheitsversorgung werden dieses Jahr voraussichtlich die Marke von 1,7 Milliarden $ erreichen und Technologiegiganten wie Google und Apple fassen im Gesundheitswesen Fuß.

Innovation und Prozessoptimierung

Der globale Markt für Gesundheits-IT wächst also, und dadurch verändert sich die Gesundheitswirtschaft sowohl für die Patienten als auch für die Dienstleister. Die Veränderungen in der Art und Weise, wie Gesundheitsfachkräfte arbeiten und wie der Einzelne an seine persönliche Gesundheitsversorgung herangeht, sind jedoch nicht nur auf die jüngsten Innovationen zurückzuführen. Die Akteure der Gesundheitswirtschaft stützen sich auch bei Routinetätigkeiten zunehmend auf Technologie und deren Einfluss lässt sich in allen Bereichen beobachten, von Folgeverordnungen bis zur Terminvergabe. 

Diese schier endlose Nachfrage nach digitaler Transformation verspricht viele verschiedene operative Vorteile, wie Effizienzsteigerung und Kosteneinsparungen, und außerdem eine bessere Patientenversorgung. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass das Gesundheitswesen ein stark regulierter Bereich ist und dass strenge Datenschutzstandards eingeführt wurden, um die ärztliche Schweigepflicht zu wahren und gesundheitsbezogene Informationen zu schützen. 

Die Informationen sind besonders dann gefährdet, wenn sie hin- und hergeschickt werden, sei es digital oder in Form von Ausdrucken. Fehler in den entsprechenden Prozessen können dazu führen, dass die Informationen nicht sicher zu den vorgesehenen Empfängern gelangen – und das kann schlimme Folgen haben.

Effizient und fehlerfrei: Die Imperative der Kommunikation

Aus diesem Grund können Workflow-Automatisierung und Kommunikationsmanagement ein wichtiger Teil der digitalen Transformation im Gesundheitswesen sein. Sie können nicht nur die Sicherheit der Prozesse verbessern, sondern auch bei der Einhaltung von Vorschriften helfen. 

Software, mit deren Hilfe sich die Kommunikation zentral verwalten lässt und bestimmte Prozesse automatisiert werden, kann dazu beitragen, Fehler zu reduzieren und es sichtbar zu machen, welche Informationen an welche Empfänger geschickt werden. Im Gesundheitswesen sind solche Tools besonders wertvoll, da der Umfang der Tätigkeiten oft erheblich ist. 

Dies muss jedoch nicht bedeuten, dass Mitteilungen nicht personalisiert werden können, doppelt versandt werden oder Nachrichten aus verschiedenen Abteilungen uneinheitlich sind. Mit der richtigen Software gelangen Mitteilungen fehlerfrei, sicher und vorschriftsgemäß ans Ziel, und alle Vorgänge können zum Zweck der Nachverfolgung und Berichtserstellung übersichtlich protokolliert werden.   

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