Neues Multitalent für alternative Briefdienstleister

Neues Multitalent für alternative Briefdienstleister

11/25/2015

Ein Anwender-Interview zum IS-Sorter PRO von Neopost

Seit August 2015 hat der Kurier-Blitz Bocholt den IS-Sorter PRO von Neopost im Einsatz, ein neues Erfassungs- und Sortiersystem für private Briefdienstleister jeder Größe. Der IS-Sorter PRO vereint Mischposterfassung und -sortierung mit Porto- und Postgutoptimierung. Maximal effizient kann er im Sortierlauf nämlich auch Sendungsdaten mit Entgelttarifen unterschiedlicher Postbeförderer abgleichen und Kuverts individuell bedrucken: mit Werbeklischees, UPOC (Universellem Post-Code), Fachnummern sowie Letter- und Festtext. Wie der Kurier-Blitz mit der neuen Maschine arbeitet und davon profitiert, verrät Produktionseiter Frank Roth im Gespräch mit Technikredakteurin Ageliki Ikonomidis.

Ageliki Ikonomidis: Herr Roth, Sie haben vor einigen Monaten den IS-Sorter PRO angeschafft. Wie kam es dazu? 
Frank Roth: Unser Highspeed-Sorter von NPI verarbeitet Briefe bis 10 mm Dicke. Damit konnten wir bisher nur zwei Drittel der circa 60.000 anfallenden Sendungen pro Tag abfertigen. Den Rest, also um die 20.000 Briefe, erfassten und sortierten wir von Hand – in zig Überstunden. Hinzu kam, dass manuell nur Stückzahlen erfasst werden konnten. Alles Weitere hätte den zeitlichen Rahmen gesprengt. Angesichts dieser Situation wünschten wir uns einen Zweitsortierer, der auch dickere Briefe, besonders Großbriefe, verarbeiten kann. 

Ikonomidis: Hatten Sie irgendwelche speziellen Anforderungen? 
Roth: Wichtig war uns die Anbindung unseres hauseigenen ERP-Systems. Und die ließ sich mit dem IS-Sorter PRO leicht umsetzen – über eine Schnittstelle, die unser Administrator selbst programmieren konnte.

Ikonomidis: Was sprach sonst noch für den IS-Sorter PRO? 
Roth: Ganz einfach die Tatsache, dass er von Neopost ist. Wir arbeiten schon länger mir Frankier- und Kuvertiermaschinen von Neopost und sind damit sehr zufrieden. Ebenso mit dem Service: vom Aufstellen der Geräte über die Einweisung vor Ort bis zum Support.

Ikonomidis: Wie nutzen sie die neue Maschine im Einzelnen? 
Roth: Neben dem NPI-Gerät bislang nur fürs Erfassen und Sortieren der Tagespost, wohl wissend, dass die Maschine noch viel mehr kann. Die Sendungserfassung läuft via Stückzähler und OCR-Kamera (Optical Character Recognition) inklusive Foto der Empfängerdaten fürs Archiv. Neben Straße, Hausnummer, PLZ und Ort werden zur Ausnutzung von Portorabatten auch Maße und Gewicht erfasst. Dann folgt die Briefverteilung auf 10 größenvariable Fächer, gemäß Sortierkriterien wie Zustelldienst, Bezirk, Ort usw. Ein Fach ist für Sendungen mit unlesbarer Adresse. 

Ikonomidis: Welche Vorteile ergeben sich im Tagesgeschäft? 
Roth: Alle gesammelten Sendungsinformationen fließen automatisch ins ERP-System. Dadurch können wir für die Abrechnung mit Kunden und Zustelldiensten sehr bequem Stückzahllisten drucken (Anzahl C6-Briefe, Großbriefe usw.). Im Gegensatz dazu mussten wir früher die Großbriefe von Hand zählen und die Mengen notieren.

Ikonomidis: Und wie sieht´s mit der gewünschten Zeitersparnis aus?  
Roth: Angesichts der Sortierleistung von 140 Briefen pro Minute schätzen wir den Zeitvorteil im Produktionslauf auf etwa 1,5 bis 2 Stunden. Wenn wir den IS-Sorter PRO künftig auch für die Nachtpost nutzen, ist sicher noch einiges mehr drin.

Ikonomidis: Also hat sich die Anschaffung gelohnt?  
Roth: Absolut. Da der IS-Sorter PRO Mischpost bis B4-Format und 19 mm Dicke meistert, können wir endlich auch Großbriefe maschinell abfertigen – im Ergebnis also fast 92 % unserer täglichen Postsendungen, nämlich bis zu 55.000 von insgesamt 60.000. Damit sind wir mehr als zufrieden, genauso wie mit der Maschine selbst; und ich spreche aus langjähriger Erfahrung. Die zuständigen Kollegen kommen jedenfalls prima zurecht. Nicht zuletzt, weil sich das System per Touchscreen-Farbdisplay sehr leicht bedienen lässt. Dank Modulbauweise kann man außerdem klein einsteigen und jederzeit erweitern: um zusätzliche Sortierfächer oder Funktionsbausteine wie den Mixed-Mail-Drucker – bis hin zur Anbindung von Frankiermaschinen und gängiger Briefdienst-Software. 

Ikonomidis: Das klingt nach einer flexiblen und wirtschaftlichen Lösung. Bestätigt sich das in der Praxis?  
Roth: Für uns hat sich der IS-Sorter PRO schon in diesem Jahr ausgezahlt, weil wir einer unerwartet hohen Nachfrage flexibel begegnen konnten. Der Poststreik hat uns nämlich an die 160 Neukunden beschert. So ist allein die Anzahl der Großbriefe um einige Tausende pro Tag gestiegen. Da war die neue Maschine eine Riesenhilfe. Damit ließen sich die plötzlichen Mehrmengen reibungslos bewältigen und alle Sendungen taggleich verarbeiten. Dafür sind wir sehr dankbar und können den IS-Sorter PRO nur empfehlen. Denn was wären Briefdienstleister ohne einen Multifunktionssortierer, der mit ihnen durch dick und dünn geht?!

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